GGS31 - General Guisan-Strasse 31 - CH-8400 Winterthur

AntiRep-Aufruf: Diepoldsau

Liebe Freundinnen und Freunde, Genossinnen und Genossen

Wir wenden uns mit diesem Schreiben an euch, weil wir auf eure Hilfe angewiesen sind.

Am 10. September 2011 veranstaltete die 'Europäische Aktion', eine europaweite neo-nazistische Organisation (z.B. leugnen sie den Holocaust, fordern die Ausschaffung aller Ausländer...), ihr Europa-Fest. Der genaue Ort wurde geheimgehalten, an einem Treffpunkt auf einem Parkplatz in Diepoldsau in St. Gallen sollten die Nazis die genauen Infos erhalten.
Gegen dieses Treffen fand in Diepoldsau eine antifaschistische Mobilisierung statt. Nach kurzer Zeit kesselte die Kapo St. Gallen rund 40 Personen ein und verhaftete sie. Mittlerweile sind die Strafbefehle mit unglaublich hohen Bussen eingetroffen (1400-2000.- / Person). Doch dabei bleibt es nicht: Inzwischen hat die st. gallische Staatsanwaltschaft den Prozess eröffnet-wegen Hausfriedensbruch und unbewilligter Demonstration.
Alleine die Bussen- ohne allfällige Prozesskosten etc.- belaufen sich auf ungefähr 60 000.-.

Für viele der Verhafteten haben diese Bussen weitreichende finanzielle Konsequenzen. Die Staatsanwaltschaft verfolgt damit das Ziel, uns einzuschüchtern und damit zu verhindern dass wir uns auch in Zukunft gegen Nazis zur Wehr setzen. Wir sind darauf angewiesen, finanziell unterstützt zu werden, damit diese Strategie nicht aufgeht.

Solidarität ist eine Waffe!

Antirepression-Kasse: PC 90-192016-2 // Verein Soli-Fonds Winterthur // Vermerk Diepoldsau

Schon wieder müssen wir von einem Tod sprechen

Am Mittwoch dem 17. März ist auf dem Gelände des Flughafen Kloten ein Ausschaffungshäftling gestorben, als er gewaltsam vom Transit-Gefängnis zusammen mit anderen hätte hätte in ein Flugzeug gezerrt werden sollen. Der 29-jährige Nigerianer wehrte sich schon Tage zuvor mittels Hungerstreik gegen seine Ausschaffung, und hat sich auch vor seinem Tod "massiv widersetzt".

 

Ein Flyer zum Thema:

 

Schon wieder müssen wir von einem Tod sprechen, von einem Menschen, der durch die Zwänge und Gesetze der Herrschenden zu Fall gebracht wurde, ermordet vom Staat und seinen Haftanstalten, in den Händen von Bullen, Gefängniswärtern und Ihren Handlangern. Am Mittwochabend ist auf dem Flughafen Kloten ein 29-jähriger Nigerianer bei einem gewaltsamen Ausschaffungsversuch gestorben. Gewiss nicht der erste und wohl kaum der letzte Tod, den die Ausschaffungsmaschinerie fordert. Doch morgen Überschwappt uns schon wieder die alltägliche Informationsflut, worin tausend Belanglosigkeiten gleichgültig jene Meldungen verjagen, die uns vielleicht noch hätten aufrütteln können. Damit wir gar nicht erst darüber nachdenken, was hier eigentlich passiert, was mit dieser erdrückenden Scheisswelt eigentlich passiert, die schon so viele Menschen unter ihrem Joch in den Tod trieb. Ganz zu schweigen von der Leblosigkeit, die den gesamten Alltag durchdringt.

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Fight Sexism!

Nein heisst Nein oder Antisexismus muss Praxis werden: Das Zustimmungskonzept.

 

Zustimmung definiert das freiwillige und ausdrückliche Einverständnis aller Beteiligten zu einer spezifischen sexuellen Handlung. Ab wann genau eine sexuelle Handlung beginnt, wird sehr subjektiv wahrgenommen, daher: besser zuviel als gar nicht fragen. Eine Grenzüberschreitung kann durch eine flüchtige Berührung als solche erlebt werden, deswegen frag lieber auch bei einer Umarmung oder einem Kuss, ob das für die Person in Ordnung ist.

 

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